So funktioniert eine Espressomaschine mit Siebträger

Unter einen Siebträger versteht man eine abnehmbare Vorrichtung, in die man bei der Herstellung eines Espressos das Kaffeepulver füllt. Die ganz eingefleischten Liebhaber des Espressos verwenden nur noch Siebträgermaschinen, die ein solches Siebträger-System beinhalten.

Das System

Siebträgermaschine EspressoAuch bei einem Siebträger-System wird das benötigte Wasser auf etwa 90 Grad aufgeheizt. Das Kaffeemehl befindet sich in einem Siebträger, der durch eine Vorrichtung an der Maschine befestigt wird. Innerhalb des Siebträgers erfolgt dann die Pressung des Kaffeepulvers. Nach dieser Pressung fließt dann das heiße Wasser mit einem Druck von neun Bar durch den Siebträger mit dem Kaffeemehl.

Die Handhabung

Die Handhabung des Siebträger-Systems klingt nach einem einfachen System, erfordert jedoch sehr viel Fingerspitzengefühl.

Grundvoraussetzung ist, das die Espresso Siebträgermaschine eine bestimmte Betriebstemperatur reicht. Dabei genügt es nicht, dass das zu verwendende Brühwasser die dafür notwendige Temperatur hat. Die in der Siebträgermaschine vorhandene Wassermenge ist für einen Espresso zu gering und würde dann zu stark abkühlen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Damit das Aufheizen der Maschinen schneller von statten geht, wird nur Wasser durch den leeren Siebträger gepumpt. Diese Menge darf jedoch die Temperatur nicht so stark erhöhen, das wiederum als Endergebnis der Espresso dadurch zu verwässert wird. Deshalb sollte man darauf achten, dass Maschinen mit einem Siebträger-System nicht zu lange ungenutzt ausgeschaltet werden.

Deshalb ist es auch erforderlich, dass bei Zweikreislaufmaschinen (eine spezielle Art von Siebträgermaschinen) das überhitzte Wasser aus dem Wärmetauscher heraus abgelassen wird. Dies erfolgt einfach dadurch, dass man den Siebträger herausnimmt und die vorhandene Pumpe laufen lässt.

Im nächsten Schritt lässt man die Pumpe für ein paar Sekunden in Aktion treten (Vorbrühung auf Saeco-Forum). Bei einigen Modellen der Siebträgermaschinen erfolgt dieser Vorgang automatisch. Wenn dies nicht automatisch erfolgt, wird nach etwa zwei bis sechs Sekunden auf den Bezug gedrückt.

Danach dauert es noch ein wenig, bis das erhitzte Wasser den Siebträger erreicht hat. Diese Zeitspanne sollte jedoch nicht mehr als 25 Sekunden betragen.

Geübte Siebträger-Anwender benötigten nicht mehr als zwei Minuten, um einen erstklassigen Espresso herzustellen.

Fazit

Ebenfalls sollte bei den verwendeten Tassen auf die richtige Auswahl geachtet werden. Deshalb sollten die Tassen klein und auch dickwandig sein. damit die Wärme auch hier gut gespeichert wird. Deshalb macht es auch Sinn, die Tassen vorher etwas anzuwärmen, um dann das komplette Aroma eines guten Espresso zu genießen.

Siebträgermaschinen sind eigentlich ursprünglich für die Gastronomie entwickelt worden, finden jedoch immer mehr Einzug auch für den Privatgebrauch. Es gibt sogar ein eigenes berufsbild des Espressomachers (mehr dazu in diesem Artikel auf Zeit.de). Man lernt also nie aus.

Weitere Infos und Links zu den erwähnten Seiten:

Hier geht’s zu Siebland auf Facebook: https://www.facebook.com/siebland

Und hier nochmal der Link zur Homepage: http://www.siebland.com/

Siebträgermaschine oder Vollautomat – Eine Beratung für Einsteiger

Ob man auch im Privatbereich Siebträgermaschinen oder Vollautomaten einsetzt, hängt häufig davon ab, in welcher Form mit seinen Espresso oder Cappucino zu sich nehmen möchte.

Kaffeevollautomat

Die Vorteile

Durch einen Kaffeevollautomaten erhält man einen deutlich aromatischeren Kaffee als dies bei herkömmlichen Filtermaschinen der Fall ist. Dafür ist in erster Linie der erhöhte Wasserdruck verantwortlich. Auch der Bedienungskomfort steht bei einem Kaffeevollautomaten im Vordergrund. Gerade bei größeren Maschinen verfügen über ein Touchscreen-Verfahren oder nur relativ wenige Tasten, die einfach zu bedienen sind. Zusätzlich zur Kaffeezubereitung können die entsprechend ausgestatten Modelle auch Espresso oder Cappucino ohne große Probleme herstellen. Dafür sind nur wenige Tastengriffe erforderlich. Was die Preisbasis anbelangt, so sollte man darauf achten, keine Vollautomaten mit Pad- oder Kapsel-Kaffee zu erwerben, da hier der Preis pro Tasse durch den sehr hohen Bezugspreis von Pads oder Kapseln sehr hoch ist. Jedoch gibt es bei den normalen Vollautomaten bereits entsprechend preisgünstige Modelle, die auch entsprechend vernünftig in Privathaushalten eingesetzt werden können.

Die Nachteile

Die Kaffeeautomaten sind relativ laut und nicht dafür geeignet, viel Kaffee zu produzieren. Auch der Reinigungsaufwand nimmt hier etwas mehr Zeit in Anspruch.

Siebträgermaschinen

Vorteile

Hier wird das Kaffeepulver mit Hilfe eines Siebträgers an der Maschine befestigt. Nach dem Einschalten des Gerätes erfolgt dann mit einem sehr Druck die Pressung des Pulvers. Dadurch entsteht ein Kaffee, die nur kurze Zeit mit dem Kaffeepulver in Kontakt kommt und dadurch die im Kaffee eventuell befindlichen Bitterstoffe außen vor lässt. Hier sollte man, um einen guten Kaffee oder Espresso zu erhalten, nur hochwertiges Kaffeepulver verwenden.

Nachteile

Bei den Siebträgermaschinen muss der Siebträger regelmäßig gereinigt werden. Siebträgermaschinen sind in der Anschaffung wesentlich teurer als Kaffeevollautomaten. Außerdem benötigen Siebträgermaschinen durch ihre Größe erheblich mehr Platz.

Einsatzmöglichkeiten

Wer Kaffee oder Espresso nur zum Genuss trinkt, für den sie Siebträgermaschinen geeigneter. Dazu wird dann zusätzlich noch der entsprechende Platz benötigt, um ein solches großes Gerät auch unterzubringen. Im Gegenzug erhält man einen unvergleichlichen Genuss, gerade bei Getränken, wie Espresso oder Cappucino. Zusätzlich kommt noch die Frage, ob man einen relativ hohen Geldbetrag für den Kaffeegenuss investieren möchte.

Wer jedoch während des Tages viel Kaffee trinkt, sind die Kaffeeautomaten wesentlich besser geeignet.